Mit Schwung in die neue Kultur-Saison

von Dr. Ulrich von Nathusius

Nachstehend finden Sie nähere inhaltliche und organisatorische Hinweise zu den beiden Schlosskonzerten und zu der ersten Theateraufführung.

Arolser Schlosskonzerte im September

 

Nach der Sommerpause bietet der Volksbildungsring Bad Arolsen zwei weitere Schlosskonzerte im Steinernen Saal des Residenzschlosses an. Am Sonntag, 4. September um 19.30 Uhr spielt in Kooperation mit dem Deutschen Musikrat das Trio Klangspektrum in der ungewöhnlichen Besetzung von Klarinette, Cello und Akkordeon Werke von Johann Sebastian Bach, Robert Schumann, Felix Mendelssohn Bartholdy und Sofia Gubaidulina. Unter dem Motto Kontrast & Konvention stellt das innovative und bei mehreren Wettbewerben prämiierte Trio Parallelen zwischen strengen Regeln folgenden Werken der Barockzeit, fantasievollen romantischen Kompositionen und klangvollen Beispielen Neuer Musik her.

Den Abschluss der diesjährigen Konzertreihe bildet am Sonntag, 18. September um 19.30 Uhr ein literarisches Konzert am Originalschauplatz über die aus Arolsen stammende holländische Königin Emma aus Sicht von deren Tochter Wilhelmina. Elisabeth Lau und Andrea Freistein-Schade lesen Texte zu dieser ungewöhnlichen Mutter-Tochterbeziehung zweier niederländischer Königinnen, die Dresdner Harfenistin Isabell Goller spielt dazu Werke von Carl Philipp Emanuel Bach und dem französischen Harfenisten und Komponisten Alphonse Hasselmans.

Der Kartenvorverkauf für diese beiden Schlosskonzerte über www.reservix.de oder beim Touristik-Service Bad Arolsen im Bürgerhaus (Tel. 05691-801240) hat begonnen.

Rainer W. Böttcher

 

Theateraufführung "Frida Kahlo" am 16. Oktober

»Ich hatte zwei schwere Unfälle in meinem Leben, beim ersten hat ein Autobus mich von den Füßen geholt... Der andere Unfall ist Diego«.

Frida Kahlo lässt die Welt teilhaben an ihrem Schmerz, an ihrer Liebe und ihrem revolutionären Geist, der niemals zur Ruhe kommt.

Mandelförmige Augen, eine durchgezogene Augenbrauenlinie und ein strenger Blick. Frida, eine intelligente, lebensfrohe, leidenschaftliche und wilde junge Frau, liebt das Leben, die Kunst und die Liebe. Mit 18 Jahren geht sie als eine der wenigen Frauen Mexikos auf eine höhere Schule, die sie auf ein späteres Studium vorbereiten soll. Doch das Schicksal macht ihr, wie so oft in ihrem Leben, einen Strich durch die Rechnung: Beim Zusammenstoß des Busses mit einer Straßenbahn wird sie von einer Metallstange durchbohrt und verliert fast ihr Leben. Bedeckt vom durch die Luft wirbelnden Goldstaub eines Arbeiters, sieht sie, in ihrem eigenen Blut liegend, aus wie eine Tänzerin. Monatelang ans Bett gefesselt, beginnt sie zu malen. Das einzig interessante, das sie von ihrem Bett aus mithilfe eines Spiegels zu sehen bekommt, ist sie selbst: dieses Gesicht mit den mandelförmigen Augen, der durchgezogenen Augenbrauenlinie und dem strengen Blick, der sich in die Seele eines jeden Betrachters einbrennt. Neben der Malerei findet Frida eine zweite große Liebe: Diego Rivera, den berühmten Maler, der die Hälfte aller Mauern in Mexiko mit seinen Fresken bemalt. Um seine Aufmerksamkeit zu bekommen, lässt sie sich einiges einfallen. Und dann ist es doch so einfach: „Komm runter zu mir, ich will dir meine Bilder zeigen!“ ruft sie zu ihm, während er arbeitet, und das macht er dann auch. Das ungleiche Paar, der Elefant und die Taube, heiraten. Doch diese Liebe entpuppt sich als noch dramatischer als ihre Verletzungen. Frida wird zur unfreiwilligen Expertin für emotionales Leid und körperlichen Schmerz und beides transportiert sie auf beeindruckende Weise in ihren Bildern. Ihr Leben ist Revolution – auch im politischen Sinne. Nach zahlreichen Liebesabenteuern, unter anderem mit Trotzki, der bei ihr Unterschlupf findet, einer Scheidung und einer Wiederheirat und unzähligen Bildern, bekommt sie in ihrer Heimat Mexiko endlich die Anerkennung, die ihr zusteht.

Frida Kahlo ist eine der spannendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts und ihre Strahlkraft reicht weit über die Malerei hinaus. Ihr Leben ist Kunst. Frida Kahlo lässt den Betrachter teilhaben an ihrem Schmerz, an ihrer Liebe und ihrem revolutionären und wilden Geist, der niemals zur Ruhe kommt. Das Stück ist eine Hommage an eine der faszinierendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts vor dem Hintergrund der spannungsgeladenen mexikanischen Geschichte.

In  der fantasievollen Ereigniscollage lässt das Ensemble genau diese Zeit Fridas in einem rasanten Wechsel aus turbulenten  Szenen lebendig werden. Den Zuschauer erwartet ein poetisches, spannendes und farbenfrohes Kaleidoskop aus lebenden Bildern.

Wilfried Schuppe

 

Karten zum Einheitspreis von 28,-€  bei freier Platzwahl im Vorverkauf und online über www.reservix.de als print@home-Ticket. In Bad Arolsen auch beim Touristik-Service, Telefonnummer 05691/801240, und in der Buchhandlung Kirstein. Schüler*innen, Student*innen, Auszubildende,  Schulkassen erhalten im Vorverkauf Karten zum Preis von 10€ pro Schüler*in, Mitglieder des VBR  einen Rabatt von 1 € pro Karte, Begleitpersonen von Rollstuhlfahrern haben freien Eintritt.

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