
Die Freunde Bérenger und Jean sitzen an einem Sonntagmittag plaudernd auf der Caféterrasse, als plötzlich ein Nashorn über den Platz stürmt. Während alle Anwesenden verwundert und entsetzt über den Vorfall diskutieren, bleibt nur Bérenger unberührt. Auch am nächsten Tag im Büro wird hitzig über das Geschehen gestritten – bis Madame Boeuf hereinstürzt, die Krankheitsmeldung ihres Mannes abgibt und außer Atem berichtet, ihr sei ein Nashorn gefolgt. Schon bald stürzt dieses die Treppen hoch und wird von Madame Boeuf als ihr Mann identifiziert. Nach und nach verwandeln sich immer mehr Bewohner(innen) des Provinzstädtchens in zornige Dickhäuter. Und plötzlich sind diese in der Mehrheit. Wer dazugehören will, verwandelt sich ebenfalls – „man muss schließlich mit der Zeit gehen“.
Ionesco zeigt in seinem Werk auf, wie Einzelpersonen mit absurder Logik Gruppen und selbst Nationen beeinflussen und zu menschenunwürdigem Verhalten verleiten können. Er prangert die große Masse der Nonkonformisten an, die kritiklos dem Mainstream folgen, und beklagt jede Art von Dummheit, die letztendlich zu rücksichtslosem Opportunismus und Abbau der Demokratie führt.
Eugène Ionescos Stück ist eine absurdkomische wie bitterböse Parabel auf den Irrwitz ideologischer Massenbewegungen.
Eine Einführung in das Stück gibt der Vorsitzende des VBR, Wilfried Schuppe“, am Donnerstag, dem 16.4.26, um 19.00 Uhr im kleinen Saal des Bürgerhauses Bad Arolsen. Der Eintritt zum Einführungsvortrag ist frei.
Da die Premiere erst im März 2026 stattfindet, gibt es noch keine Szenenbilder.
