Das moderne Bürgerhaus lädt zum Verweilen ein.Referent: Prof. Dr. Gerhard Hesse
Veranstalter: Volksbildungsring in Zusammenarbeit mit Tinnitus-Klinik Dr. Hesse
Schwerhörigkeit stellt eine massive Einschränkung der individuellen Kommunikationsfähigkeit dar. Mit der Alterung der Gesellschaft steigt die Häufigkeit von Hörstörungen; bei Personen ab dem 40. Lebensjahr liegt sie bei 5%, ab dem 60. bei 35% und ab dem 70. sogar bei 63%.
Zwar sind Risikofaktoren wie Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes und Alkohol- sowie Nikotinkonsum auch für die Entstehung von Hörstörungen bedeutsam, wichtiger sind aber im gesamten Leben erfahrene Lärmbelastungen, allgemeine Alterungsprozesse und genetische Faktoren. Nach neueren Erkenntnissen und wissenschaftlichen Forschungen begünstigt eine Schwerhörigkeit zudem das Entstehen psychischer Erkrankungen wie etwa Angststörungen und Depressionen, vor allem aber auch die Entwicklung geistiger Einschränkungen bis hin zur Demenz und der Begünstigung für eine Alzheimer‘sche Erkrankung.
Daher sind das frühe Erkennen von Hörstörungen durch gute HNO-ärztliche Untersuchungen und eine möglichst schnell einsetzende Behandlung so wichtig.
Der Vortrag beleuchtet die verschiedenen Ursachen von Schwerhörigkeit und Folgeerscheinungen für die Kommunikation und das soziale Zusammenleben. Dazu zeigt er therapeutische Optionen auf. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf einer guten und frühzeitigen Hörgeräteversorgung und auf der Vermeidung von Fehlern, die bei der apparativen Versorgung häufig gemacht werden.
Prof. Dr. Gerhard Hesse, Bad Arolsen
